Rezept

Wildes Früchtebrot (vegan)

Den Herbst einfangen und aufessen

Früchtebrot ist genau so, wie ich gerne backe: einfach, flexibel und mit unterschiedlichsten Zutaten herzustellen. Und so geht's...

Zutaten

für einen kleinen Laib:

Ideen für wilde Zutaten gibt es aufgelistet unterhalb des Rezepts.

  • 2, 3 mittelgroße Äpfel oder Birnen als Basis
  • 2 Hände voll getrocknete, frische oder gefrorene Beeren
  • 2 Hände voll Nüsse, Samen etc.
  • Likör oder Schnaps
  • Gewürze / Kräuterpulver
  • Mehl
  • 2 EL Backpulver
  • Prise Salz
  • evtl. noch etwas Süße aus Zucker, Honig o.ä.


So wird's gemacht

1) Äpfel / Birnen fein reiben und zusammen mit den Beeren in Likör (alternativ Saft) für einige Stunden gekühlt einlegen, sodass die Flüssigkeit alles bedeckt.

2) Nüsse, Samen, Gewürze, Salz und eventuelle Süße hinzufügen.

3) Mehl und 2 TL Backpulver hinzufügen - dabei nach und nach so viel Mehl verwenden bis sich ein feuchter, formbarer Teig ergibt.

4) Einen länglichen Laib formen.

5) Im vorgeheizten Backofen mit oder ohne Backform bei 180 °C backen bis sich der Laib gerade so durchweg fest anfühlt - das Ganze darf ruhig recht feucht und auch speckig bleiben.

6) Auf einem Rost abkühlen lassen.

Fertig.


         

         


Wilde Zutaten fürs Früchtebrot

Im Folgenden sind Zutaten aufgelistet, die es im Herbst frisch zu finden gibt - die besondere Saisonalität macht mit den Reiz aus:

Beeren

  • Vogelbeeren super (evtl. vorher schon kochen, um die enthaltene, unverträgliche Parasorbinsäure sicher in verträgliche Sorbinsäure umzuwandeln) - um die Bitterkeit etwas zu mildern, empfiehlt es sich die Beeren einmal durchfrieren zu lassen, auch das vorherige Einlegen bzw. Köcheln in etwas Sirup kann helfen
  • Brombeeren
  • Preiselbeeren
  • Holunderbeeren (evtl. zur Sicherheit ebenso vorab kochen, da sie roh unverträglich sind)

Nüsse und Samen

  • Haselnüsse, ganz oder zerstoßen
  • Brennnesselsamen
  • Springkrautsamen
  • Wegerichsamen
  • Esskastanien
  • Eicheln (nach einer Vorbehandlung)

Gewürze und Kräuterpulver

  • Bärenklausamen
  • Brennnesselblätterpulver
  • Nadelbaumnadelpulver (z.B. von Fichte, Tanne, Douglasie, Lärche,...)

Likör

Likör lässt sich sehr gut verwildern. Ob mit Holunderblüten, Fichtennadeln, Waldmeister - es gibt unendlich viele Möglichkeiten. Dafür sollten mindestens ein paar Wochen eingeplant werden, drei sollten reichen, es schadet aber auch nicht, wenn der Likör einige Monate zieht. Zur Herstellung werden die wilden Zutaten soweit mit Alkohol - etwa Wodka oder Rum - übergossen, bis sie ganz bedeckt sind. Zucker kann direkt oder später hinzugefügt werden. Zwischendurch immer mal wieder schütteln.


         

23.09.2020
Nadine